Haiti nimmt den Westen der Insel Hispaniola ein. Port-au-Prince, die Hauptstadt, liegt am Golf der Gonâve. Der einzige Landnachbar ist die Dominikanische Republik im Osten. Der Staat, der diese Westhälfte regiert, ist aus einem Aufstand versklavter Menschen entstanden.
Auf 27 750 Quadratkilometern leben 11 906 095 Menschen. Amtssprachen sind Französisch und haitianisches Kreol. Die Währung ist die Gourde. Das Land ist gebirgig. Der Massif du Nord schließt den Norden, das Massif de la Selle den Süden. Dazwischen liegt die Bucht der Hauptstadt. Die Grenze zum östlichen Nachbarn ist die einzige, die Haiti zu Land besitzt. Alles andere ist Meer.
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Haiti auf einen Blick
Hauptstadt
Port-au-Prince
Fläche
27 750 km²
Einwohner
11,9 Millionen
Amtssprache(n)
Französisch, Haitianisches Kreol
Währung
Gourde
Kontinent
Amerika
Besonderheit
Republik aus einem Aufstand versklavter Menschen
Eine Insel, zwei Staaten
Hispaniola trägt zwei Republiken. Haiti ist die westliche. Die Dominikanische Republik ist die östliche und der einzige Staat, mit dem Haiti eine Landgrenze teilt. Diese Linie quert Gebirge und Täler derselben Insel. Sie ist eine politische Grenze, keine Küste. Wer Haiti zeichnet, zeichnet immer auch die Stelle, an der die Insel aufhört, Haiti zu sein.
Port-au-Prince sammelt den Staat an einer Bucht, die sich zum Golf der Gonâve öffnet. Im Norden liegt Cap-Haïtien, die andere historische Stadt, unter dem Massif du Nord. Die Hauptstadt ist nicht die ganze Westhälfte. Sie ist der Ort, an dem die Verwaltung einer gebirgigen Insel zusammenkommt. Die Grenze im Osten bleibt davon unberührt. Sie teilt die Insel, egal wo die Ministerien sitzen.
Eine Republik aus der Revolte
1804 erklärte Haiti die Unabhängigkeit. Der Staat ging aus dem Aufstand versklavter Menschen gegen die französische Kolonie hervor und wurde der erste unabhängige Staat Lateinamerikas. Frankreich knüpfte die Anerkennung später, 1825, an eine Entschädigung für die ehemaligen Eigentümer. Die Anerkennung hatte einen Preis, den der neue Staat über lange Zeit trug.
Im Norden, über Milot bei Cap-Haïtien, steht die Citadelle Laferrière. Henri Christophe ließ sie bauen, damit eine Rückkehr französischer Truppen an diesem Berg scheitern würde. Sie gehört heute zum nationalen Geschichtspark und zum Welterbe. Die Festung ist keine Staffage. Sie ist die steinerne Form der Gründung: ein Staat, der seine Unabhängigkeit für bedroht hielt und das Gebirge dagegen stellte.
1804 ist kein Kapitel vor der Geographie. Es ist der Grund, warum der Westen der Insel ein eigener Staat ist.
— TerraTally · Länder-Desk
Zwei Amtssprachen, eine gemeinsame
Die Verfassung macht Französisch und haitianisches Kreol zu Amtssprachen. Kreol ist die Sprache, die das Land gemeinsam spricht. Französisch bleibt die Sprache eines engeren schriftlichen Verkehrs des Staates. Beide im Gesetz zu haben, beendet diese Arbeitsteilung nicht. Es benennt sie. Wer Haiti nur auf Französisch beschreibt, beschreibt die Schrift. Wer das Kreol weglässt, beschreibt nicht das Land.
Die Gourde ist die Währung dieses Staates, ausgegeben von der Banque de la République d'Haïti. Sie gehört zur selben Beschreibung wie die beiden Sprachen und die eine Landgrenze. Ein kleiner Staat auf einer geteilten Insel, gegründet gegen die Kolonie, zahlt in eigenem Geld und spricht in zwei amtlichen Formen. Port-au-Prince hält das zusammen, am Golf, zwischen den Gebirgen. Die Insel bleibt zu zweit.
Haiti ist der Westen Hispaniolas und die Republik von 1804. Kreol und Französisch sind beide amtlich, die Grenze im Osten ist die einzige zu Land, und die Citadelle im Norden erinnert daran, dass dieser Staat seine Gründung für angreifbar hielt.