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Rubrik · Länder

Guinea ist der Wasserturm Westafrikas und hat Frankreich verlassen

Niger, Senegal und Gambia beginnen im Bergland Guineas. Der Staat hat die französische Gemeinschaft abgelehnt und führt einen eigenen Franc.

Im Bergland Guineas beginnen Flüsse, die Westafrika gliedern: Niger, Senegal und Gambia. An der Küste, auf der Halbinsel Kaloum, steht Conakry und amtlich Französisch. Beides ist dasselbe Land. Zusammen zeigt es einen Staat, der Wasser abgibt und die politische Gemeinschaft mit Frankreich abgelehnt hat.

245 857 Quadratkilometer, 15 099 727 Einwohner. Nachbarn sind Senegal, Guinea-Bissau, Sierra Leone, Liberia, die Elfenbeinküste und Mali. Amtssprache ist Französisch. Die Zentralbank gibt den guineischen Franc aus. Das Bergland heißt Fouta Djallon, die Küste Nieder-Guinea, das Land zum Niger hin Ober-Guinea, der Südosten Waldguinea. Die Hauptstadt sieht die Quellen nicht. Sie sieht den Atlantik.

Guinea auf einen Blick

Hauptstadt

Conakry

Fläche

245 857 km²

Einwohner

15,1 Millionen

Amtssprache(n)

Französisch

Währung

Guineischer Franc

Kontinent

Afrika

Besonderheit

Quellgebiet von Niger, Senegal und Gambia

Wo drei große Flüsse anfangen

Senegal und Gambia entspringen im Fouta Djallon. Der Niger kommt aus den Hochländern Guineas, die an dieses Bergland anschließen, und zieht nach Nordosten nach Mali. Der Staat besitzt keinen dieser Flüsse bis zur Mündung. Der Senegal und der Gambia erreichen den Atlantik in anderen Ländern. Der Niger mündet nach seinem großen Bogen weit im Osten. Guinea ist der Anfang, nicht das Delta.

Deshalb trägt das Bergland den Namen eines Wasserturms. Das Bild beschreibt eine Lage. Regen, der auf diese Höhen fällt, geht in Flüsse, die andere Staaten durchqueren, bevor sie das Meer erreichen. Conakry liegt auf der Halbinsel Kaloum, dem Meer zugewandt, vom Fouta durch Tiefland getrennt. Die politische Hauptstadt und die hydrographische Mitte des Landes sind zwei Orte. Wer nur einen davon zeichnet, zeichnet Guinea halb.

Das Nein zur französischen Gemeinschaft

Am 28. September 1958 stimmten die Territorien über den Verbleib in der französischen Gemeinschaft ab. Guinea stimmte als einziges mit Nein. Die Unabhängigkeit folgte am 2. Oktober 1958. Sékou Touré stand für diese Entscheidung. Frankreich zog Personal und Zusagen ab. Der Bruch war politisch und sofort. Die Amtssprache blieb Französisch. Der Staat verließ eine Gemeinschaft und behielt das Werkzeug der Verwaltung.

Der eigene Franc macht den Bruch lesbar. Senegal, Mali, die Elfenbeinküste und Guinea-Bissau führen den westafrikanischen CFA-Franc. Liberia und Sierra Leone haben andere Währungen. Guinea gibt den guineischen Franc über die eigene Zentralbank aus. Das Französische verbindet die Verwaltung mit der alten Metropole. Der Franc trennt den Staat von der Frankenzone nebenan. Beides gleichzeitig zu sehen, ist die politische Geographie von Conakry.

Guinea hat die Gemeinschaft verlassen und die Sprache behalten. Der Franc zeigt, was neu angefangen wurde.

— TerraTally · Länder-Desk

Conakry ist die Küste

Conakry sitzt auf der Halbinsel Kaloum, die Los-Inseln liegen vor der Reede. Der Hafen ist der Zugang des Landes zum Atlantik. Im Nordwesten, um Boké, liegt Bauxit, das über diese Küste verschifft wird. Erz und Hauptstadt teilen sich das Tiefland. Die Flüsse, die das Land in den Atlas bringen, beginnen auf der Höhe. Eine Hafenbeschreibung ohne Fouta Djallon ist unvollständig. Eine Bergbeschreibung ohne Conakry lässt den Staat weg.

Französisch ist die Sprache des Gesetzes. Im Land werden daneben unter anderen Pular, Maninka und Susu gesprochen, je nach Region. Die Verfassung hebt eine Amtssprache heraus und kartiert damit nicht die Muttersprachen. Das passt zu einem Staat, der sich gegen die französische Gemeinschaft gestellt und das Französische als Amt behalten hat. Die Flüsse laufen über die Grenzen. Die Amtssprache bleibt das Gesetz von Conakry.

Guinea ist der Anfang großer Flüsse und der Staat, der am 28. September 1958 Nein gesagt hat. Conakry regiert von der Halbinsel. Das Fouta Djallon gibt das Wasser ab. Die Karte wird falsch, sobald eines von beiden fehlt.